Die Geschichte der Feuerwehr Nienburg
| 1872 | Die Generalversammlung des Nienburger Männer Turnvereins von 1862 beschließt die Gründung einer Turner-Feuerwehr. 57 Freiwillige schließen sich an. Am 15. Dezember des Jahres erfolgt die Konstituierung der Freiwilligen Feuerwehr Nienburg. Zunächst wird eine, später eine zweite Handdruckspritze angeschafft. |
| 7. März 1873 | Erstes Statut für das Corps der Freiwilligen Feuerwehr |
| 1884 | Errichtung eines Spritzenhauses mit Steigerturm am Rathaus. |
| 1890 | Bildung einer Sanitätskolonne durch die Freiwillige Feuerwehr Nienburg. |
| 1891 | Bemühungen des Magistrats, zur Unterstützung der
Freiwilligen Feuerwehr ein entgoltenes „Löschkorps“
einzurichten, scheitern. Großbrand in der Hoyermannschen Düngerfabrik. |
| 1895 | Beginn der Arbeiten für eine zentrale Wasserversorgung, die noch vor dem Ersten Weltkrieg mit 265 Hydranten bestückt ist. |
| 1896 | Erneuter Beschluss der städtischen Kollegien, eine „ Berufsfeuerwehr“ zur Ergänzung der Freiwilligen Feuerwehr aufzustellen. Das Löschkorps besteht formal bis 1903; über Einsätze ist keine Überlieferung bekannt. |
| 1902 | Erlass eines Ortsstatus mit der Verpflichtung aller steuerpflichtigen Einwohner zum Dienst in der Feuerwehr. |
| 1903 | Gründung einer Schülerfeuerwehr der königlichen Baugewerkschule. |
| 1904 | Explosionsbrand in der Schnapsbrennerei Könecke, Verdener Straße. |
| 1906 | Überarbeitete Bestimmungen für die Pflichtfeuerwehr werden im Rahmen eines neuen Ortsstatuts erlassen. |
| 1909 | Erweiterung des Spritzenhauses
mit Erneuerung des Steigerturmes. Gründung einer Feuerwehrkapelle durch Hallenmeister Koch |
| 1913 | zahlreiche Brandstiftungen in versch. Fabriken des Nordertor |
| 1925 | Installation einer Sirene auf dem Rathausturm. |
| 1933 | Auflösung der Feuerwehren und Feuerwehrverbände. Umbildung zu Hilfspolizeitruppen. |
| 1941 | Unterstützung der Hannoverschen Berufsfeuerwehr durch Löschzüge während der Bombenangriffe |
| 1941 | Versuch einer H-J-Feuerwehr. Das Spritzenhaus wird von Kriegsgefangenen abgerissen und - leicht vergrößert - wieder aufgebaut. |
| 1944 | Frauenfeuerwehr mit 70 Frauen in 4 Gruppen |
| 1945 | Besonders schwerer Einsatz zu
Ostern: Munitionszug explodiert im Nienburger Bahnhof. Nach Kriegsende und Besetzung der Stadt durch die Alliierten wird der Wiederaufbau der Freiwilligen Feuerwehr Nienburg zunächst durch die Vorschriften der Militärregierung behindert. Ein Brand bei der Firma Thies ist Anlass zur Lockerung der Bestimmungen. |
| 1957 | Großeinsatz bei einem Brand von rund 30 Morgen auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik in Liebenau. Bei der Entschärfung von Bomben auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik Eibia ist ein Feuer entstanden. |
| 1959 | Waldbrand zwischen Nienburg und Stöckse (über 300 ha Tannen- und Mischwald stehen in Flammen). |
| 1964 | Mit elf Jungen wird die Jugendfeuerwehr Nienburg gegründet. Jugendfeuerwehrwart ist Werner Fahnster bis 1976. |
| 1973 | l00Jahrfeier der Freiwilligen
Feuerwehr Nienburg. Sie umfasst nunmehr 97 Mitglieder. Das neue Feuerwehrhaus wird eingeweiht. Nutzfläche 646 m2, umbauter Raum 2.366 m3, Gesamtkosten 630.000,— DM. |
| 1975 |
Großer Waldbrand im Grinderwald. Französische Waldbrandbekämpfungsfahrzeuge, die das Steinhuder Meer zum Auftanken für den zur gleichen Zeit wütenden Brand in der Lüneburger Heide nutzen, unterstützen zeitweise die Feuerwehren. |
| 1978 | Durch die Novellierung des Landesbrandschutzgesetzes steht jetzt der Dienst in der Feuerwehr auch Frauen offen. Die erste Nienburgerin der Nachkriegszeit tritt in die Freiwillige Feuerwehr Nienburg ein. |
| 1979 | Großbrand bei Metall und Plast, Hüttenstraße. Drei Werkhallen mit einem Gesamtschaden von 8 Millionen DM werden Raub der Flammen. |
| 1985 | Der Rat der Stadt Nienburg
beschließt, ein neues Feuerwehrhaus errichten zu lassen. Feier des 112. Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Nienburg mit Tag der offenen Tür und Öffentlichkeitsveranstaltungen. |
| 27./28 Juli 1985 | Großbrand im Depot-Markt an der Hannoverschen Straße. 124 Feuerwehrleute mit 20 Fahrzeugen im Einsatz. |
| 1986 | Bei extrem stürmischen Wetter geraten zwei Wohnhäuser in der Altstadt in Brand. Der Nienburger Feuerwehr gelingt es, das Übergreifen de Feuers auf angrenzende Gebäude zu verhindern. |
| 1987 | Zwei Feuerwehrleute werden bei einem Brand im Silo der Futtermittelfirma Fehse verletzt. Bei der Brandbekämpfung des Schadensfeuers kommen acht Wehren, 21 Fahrzeuge und 141 Feuerwehrleute zum Einsatz. Erschwerte Einsatzbedingungen durch grimmige Kälte zwischen 15 und 20 Grad minus. |
| 14.05.1988 | Moorbrand im Borsteler Moor. Die Freiwillige Feuerwehr Nienburg wird im Rahmen ihrer Funktion in der Kreisbereitschaft Nord eingesetzt. |
| August 1988 | Das neue Feuerwehrhaus am Berliner Ring wird seiner offiziellen Bestimmung übergeben. Grundstücksgröße 11.200 m2. Nutzfläche einschl. zwei Bereitschaftswohnungen 2.150 m2. Gesamtbaukosten 5.120.000,— DM. |
| 02.02.1989 | Großbrand in der Nienburger Kreisberufsschule. Über 100 Feuerwehrleute sind bei einem Dachstuhlbrand im Einsatz. |
| 01.09.1989 | Großbrand im Nienburger Rathaus. |
| 1990 | Großbrand im Möbelhaus HEKA. Begegnungen mit der Feuerwehr Nienburg/Saale |
| 1994 | Hochwassereinsatz für die Freiwillige Feuerwehr Nienburg. Zwei Personen werden mit dem Boot des RW II aus dem Hochwassergebiet gerettet. |
| 31.5./1.6.96 | Delegiertentagung des Landesfeuerwehrverbandes in Nienburg mit Internationalen Feuerwehrwettbewerben |
| 25.09.1996 | Schwierige Bergung einer tödlich verunfallten Person. Aus Leichtsinn ist eine männliche Person auf einen Kesselwaggon der Deutschen Bundesbahn geklettert und dabei an die Oberleitung geraten. Person verbrennt bis zur Unkenntlichkeit. |
| 17.01.97 | Mitternächtlicher Großbrand auf dem Gelände der Wilhelmshütte (Nienburger Glas). Ein Flaschenlager brennt aus ungeklärten Gründen ab. |
| 14.05.97 | Mitternächtlicher Großbrand im WESER-Recycling-Betrieb Drakenburg. Neun Freiwillige Feuerwehren, ABC-Zug sowie Technische Einsatzleitung Landkreis Nienburg, Rettungsdienst und SEG DRK Nord sind mit fast 300 Helfern im Einsatz. |